Die Pentatonik (Fünftonmusik, von griechisch penta = fünf) bezeichnet in der Musik die Verwendung einer Tonleiter (Skala), die im Gegensatz zur Heptatonik nicht 7, sondern nur 5 Töne umfasst. Eine solche Tonleiter wird Fünftonleiter genannt. Historisch und ethnisch gibt es verschiedene Fünftonskalen, z. B. ist das javanische Slendro eine Leiter mit 5 annähernd gleichen Intervallen in der Oktave. Im folgenden wird die abendländische oder westliche Pentatonik beschrieben, die vermutlich einen Vorläufer der Heptatonik darstellt.
Ganztonpentatonik
Eine pentatonische Skala kann recht einfach durch eine Schichtung von fünf Tönen im Abstand einer reinen Quinte gebildet werden:PentaVertikal.PNGDiese Anordnung entspricht der Anordnung der Töne im Quintenzirkel.Schreibt man diese fünf Töne in den gleichen Oktavraum, ergibt sich die eigentliche Skala:PentaHorizontal.PNGDer Ganztonpentatonik fehlt die Leittoneigenschaft, d. h. sie besitzt keine Halbtonschritte (anhemiton