Als Kadenz im Solokonzert wird eine freie Episode eines Solisten, üblicherweise am Ende des Kopfsatzes eines Solokonzertes, bezeichnet. Die Kadenz gibt dem Solisten die Möglichkeit, seine Virtuosität auf dem Instrument zu entfalten.In der Zeit der Wiener Klassik wurde die Kadenz üblicherweise vom begleitenden Orchester mit einem Quartsextakkord eingeleitet und vom Solisten oft mit einem Triller auf dem Leitton über dem Dominantseptakkord beendet, worauf der Dirigent das Orchester wieder mit der Tonika zur Schlusswendung einsetzen ließ. Bis in die Zeit Ludwig van Beethovens hinein war die Kadenz oftmals improvisiert, d. h. der Solist zeigte nicht nur sein Können auf dem Instrument, sondern präsentierte sich auch als Improvisateur. Folglich sind Partituren sowie Klavierausgaben der Konzerte aus dieser Zeit nicht mit einer bestimmten Kadenz versehen. Einige Solisten schrieben ihre Kadenzen auf, welche heute separat erwerblich sind. So haben z. B. der Pianist Edwin Fische